Ursachen, Wirkung & Umgang mit Höhenangst

Höhenangst ist nicht etwas was plötzlich auftritt. Oftmals ist sie ein lange Verkettung von Ereignisse. Kann es vielleicht sein, dass Du deinen Rucksack heute morgen in Eile gepackt hast und dich den ganzen Tag schon fragst was Du vergessen hast? Oder irgendwie seit längeren das Gefühl hast, dass du mit diesen doofen klobigen Bergschuhe ständig auf steinigen Wegen – vielleicht mit losen Geröll – wegrutscht?

Ursachen von Höhenangst

Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden zwischen Höhenschwindel, der Angst zu fallen (Sturzangst) und Höhenangst. Höhenangst oder auch Akrophobie genannt, kann sehr unterschiedliche Ursachen der Entstehung haben. Unter anderem angelernt: etwa durch einen unglücklichen Sturz oder andere negativen Erfahrungen.

Wenn die Augen keinen festen Bezugspunkt zum Fixieren haben, entsteht Höhenschwindel. Höhenschwindel und Sturzangst sind Mechanismen um uns vor Gefahren zu warnen. Hohe steile Wände zu erklimmen oder auf einen Gipfel zu stehen, stellt für unser Gehirn eine vermeintlich lebensbedrohliche Gefahr dar.

Wirkung von Höhenangst

Wenn wir Angst oder Furcht haben – oder unter großen Stress stehen – stockt die Atmung, die Muskulatur verkrampft und der Blick ist auf die vermeintliche Gefahr gerichtet. Evolutionsbedingt werden uns in einem solchen Moment nur noch die drei Optionen gewährt: Angriff, Verteidigung oder Flucht.

Zudem verändert sich durch Angst, Furcht und Stress unsere Körperhaltung deutlich. Im Normalzustand (Bild 1) ist noch vollkommene Bewegungsfreiheit möglich. Bei Angst oder Stress (Bild 2) wird durch die Ausschüttung des Botenstoffs Adrenalin eine körperliche Reaktion ausgelöst, die uns auf die Gefahr fokussiert, gleichzeitig die Allgemeinen Bewegungsfreiheit stark einschränkt (Bild 3).

Wirkung von Höhenangst #1: Normal-Zustand
Wirkung von Höhenangst #2: Angstzustand
Wirkung von Höhenangst #3: Bewegungsmöglichkeit bei Angst

Umgang mit Höhenangst, Höhenschwindel & Sturzangst

Gegen die körperlichen Erscheinungen gibt es zahlreiche Maßnahmen, um den Körper wieder auf „Normal-Zustand“ zu bringen. Die Atmung, die Körperhaltung und die Blicksteuerung sind dabei von herausragender Bedeutung. Dies ist unser Betätigunsfeld, dabei möchten wir dich begleiten, unterstützen und anleiten.

Unser Ziel ist es, Dir Möglichkeiten zur Angst- und Stressregulation aufzuzeigen, damit Du lernst mit Höhenangst bewältigst, weist welche Ursachen, Symptome und Auslöser möglich sind und wie Du diesen effektiv begegnen kannst. Eigenständig, selbstbestimmt & entspannt in den Bergen zu wandern, dass wünschen wir dir.

Höhenangst adé - Coaching zur Bewältigung

Bewältige deine Höhenangst

intensive & individuelle Begleitung

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Vorgespräch (online/virtuell)

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2 Tage Gruppencoaching

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oder Einzel-/Partnercoaching (Termin frei wählbar)

„Erste-Hilfe“ bei akuter Höhenangst

Nachdem es lang durch den Wald hinauf ging und zu letzt Bäume Sträuchern wichen, ist es hier oben am nun Gipfel plötzlich felsig und ein weites Panorama öffnet sich. Nach dem Abklatschen lässt Du den Blick in die Ferne schweifen und erstarrst. Kennst Du das auch, wenn Höhenangst dich plötzlich wie Eis erfrieren lässt, obwohl es ein heißer Sommertag ist, deine Knie weich werden und dein Körper zittert?

1 Tipp gegen Höhenangst

Senke deinen Blick auf etwas in deiner direkten Umgebung. Zum Beispiel den blau schimmernden Stein links neben deinem rechten Schuh ca. 30 cm vor deiner Nase.

2 Tipp gegen Höhenangst

Atme gleichmäßig und ruhig ein – zähle dabei bis 4. Atme langsam wieder aus – zähle dabei bis 8. Wiederhole dies, bis dir eine kontinuierlich ruhige Atmung gelingt und lasse dabei deinen Blick gesenkt auf den blauen Kieselstein.

3 Tipp gegen Höhenangst

Wenn deine ruhige Atmung steht, blicke langsam auf. Aber stets nur zur Bergseite – niemals dem Horizont oder dem Tal entgegen. Arbeite dich Zentimeter für Zentimeter vor. Verweile noch kurz abgekniet.

4 Tipp gegen Höhenangst

Siehst du noch den blauen Kieselstein? Nimm ihn in die Hand welche zur Bergseite zeigt. Wie fühlt er sich an? Welche Struktur hat er? Bemerkst Du auch diese eine spitze Stelle?

5 Tipp gegen Höhenangst

Tipp #5? Pack deinen Rucksack am Abend davor und versuche beim nächsten Mal eine konjunktive Sorge daheim zu lassen.

Höhenangst adé - entspannt & mit Freude wandern

Höhenangst ist eine körperlich wie geistige Reaktion, auf ungewohnte oder als unsicher empfunde Situationen. Mit aktiver Atmung, Blick- und mentaler Steuerung kannst Du Höhenangst besiegen.

  • Plane vorab deine Wanderung intensiv. Mehr dazu findest Du in unserem Blog.
  • Am Abend davor komplette Ausrüstung & Bekleidung herrichten
  • Wanderkarte, Tourenbeschreibung, Erste-Hilfe-Set (inkl. Handy) mitführen
  • Partner-/Gruppenwahl beachten, bzw. über deine Höhenangst informieren
  • regelmäßige Pausen aller 30 bis 45 Minuten

Wir wünschen dir viel Erfolg und gutes Gelingen auf all deinen Wanderwegen.

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Höhenangst adé in 5 Schritten

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